Gstaad Palace
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Geschichte des Gstaad Palace Hotels

1904
Am 20. Dezember wird die Bahnstrecke von Montreux nach Gstaad eröffnet. Ein halbes Jahr später ist sie durchgehend bis Zweisimmen befahrbar. Damit nimmt der Tourismus in Gstaad seinen Anfang.

1905
Der einheimische Sekundarlehrer Robert Steffen (1878 –1923) erkennt das Potenzial für ein Grand-Hotel auf dem Oberbort und erwirbt erste Parzellen. Einen grosser Teil der benötigten Mittel erhält er von seinem künftigen Schwiegervater.

1911
Nachdem Steffen auf der Suche nach Investoren in der Westschweiz hat Kontakte knüpfen können, wird am 15. Dezember 1911 in Lausanne die Aktiengesellschaft «Royal-Hôtel & Winter Palace Gstaad» gegründet. Steffen überträgt ihr die Grundstücke im Tausch gegen einen Aktienanteil von 18%.

1912
Im April beginnt auf dem Oberbort der Bau des Palace-Hotels. Das Projekt der Architekten Adrien van Dorsser (1866–1957) und Charles-François Bonjour (1870–1961) sieht die für damaligen Verhältnisse sehr hohe Investitionssumme von 2,5 Millionen Franken vor.

1913
Am 8. Dezember 1913 eröffnet das Palace-Hotel unter der Leitung der Direktoren Albert Steudler und Hans Pünter. Das Haus verfügt über 250 Betten in 165 Zimmern, von denen 70 mit eigenem Bad ausgestattet sind. Mit 20 weiteren Etagenbädern, Zentralheizung und einer hauseigenen Telegrafistin setzen die Investoren auf Luxus für höchste Ansprüche.

1914
Die erste Wintersaison verläuft so erfolgreich, dass bereits im Frühjahr 1914 eine Erweiterung beschlossen wird. Im Erdgeschoss wird ein Festsaal (heute Salle Baccarat) angebaut, der im Herbst 1916 eröffnet wird.

1915
Im Ersten Weltkrieg sinkt die Zahl der Gäste. Die Kosten für Heizkohle steigen so stark an, dass die Jahresrechnungen der Kriegsjahre mit roten Zahlen schliessen. Im Sommer 1915 wird erstmals ein Tennisturnier durchgeführt. Es soll zusätzliche Gäste anziehen. Daraus entsteht das Tennis Open Gstaad.

1918
Der Verwaltungsrat entlässt angesichts roter Zahlen das Direktorenpaar Steudler und Pünter. Wilhelm Michel (1867–1945), zuvor im Hotel des Bergues in Genf tätig, übernimmt auf den Beginn der Wintersaison 1918/19 die Direktion.

1923
Nachdem die Palace-AG 1921 durch eine Erhöhung des Aktienkapitals saniert worden ist, weist die Jahresrechnung 1923 erstmals seit dem Ersten Weltkrieg wieder Gewinn aus.

1927
Die zweite Hälfte der 1920er-Jahre ist eine Blütezeit für das Palace und die Hotellerie in der Schweiz insgesamt. Über Weihnachten/Neujahr ist das Haus regelmässig ausgebucht. Es wird vermehrt in Sommeraktivitäten investiert, um das Palace gleichmässiger auszulasten.

1928
Der Bau eines grossen Freibades und die Anlage eines ersten Golfplatzes sind gemeinsame Projekte der Gstaader Hoteliers und des Verkehrsvereins. Beide werden im Juli 1928 eröffnet. Treibende Kraft ist Wilhelm Michel, der den Verkehrsverein 1925-31 präsidiert.

1931/32
Die Wirtschaftskrise macht sich bemerkbar: Die Zahl der Logiernächte im Palace sinkt, weil der Kurs des Schweizer Frankens gegenüber ausländischen Währungen stark ansteigt. Neue Attraktionen sollen mehr Gäste anziehen. In der Wintersaison 1934/35 wird die als «Funi» bezeichnete Schlittenseilbahn auf der Wispile eröffnet.

1936
Um Verluste zu decken, wird 1936 das Aktienkapital der Palace-AG herabgesetzt. Die Lage entspannt sich aber erst, als der Schweizer Franken im September 1936 abgewertet wird. Dies wirkt sich direkt aus: Die Gästezahlen steigen wieder.

1938/39
Direktor Wilhelm Michel geht im Frühjahr 1939 in den Ruhestand. Ernst und Silvia Scherz beginnen als Nachfolger bereits im Herbst 1938 ihre Tätigkeit, damit ein reibungsloser Direktionswechsel möglich ist.

1939/40
Die Zahl der Logiernächte sinkt während des Zweiten Weltkriegs auf die Hälfte. Die Schweizerische Bankgesellschaft lässt 1939/40 vorsorglich einen massiven Tresor-Schutzraum unter der Palace-Terrasse errichten. Falls grenznähere Geschäftssitze hätten aufgegeben werden müssen, hätte sich die Bankdirektion im Palace einquartiert. Unter anderem wird Gold eingelagert.

1946
Nach dem Krieg steigt die Gästezahl steil an und erreicht bereits 1947 wieder das Vorkriegsniveau. Die Zentralheizung wird komplett erneuert und von Kohle auf Ölfeuerung umgestellt. Damit lassen sich die Heizkosten auf einen Schlag um die Hälfte senken.

1947
Im Palace findet Anfang September 1947 der Gründungskongress der Union parlémentaire européenne statt, einer der bedeutendsten Vorläufer-organisationen des Europarats. Organisiert wird der Kongress von Graf Richard Coudenhove-Kalergi. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Joseph Diémand (1876–1952) verkauft altershalber seinen 45-Prozent-Anteil an der Palace-AG an den berüchtigten Spekulanten Kurt von Jahn, ehemaligen Eigentümer des Schlosshotels Hertenstein bei Weggis. In Gstaad befürchtet man eine Schliessung des Palace. Mit der Unterstützung des Dorfarztes Fritz Kaufmann(1892–1958) gelingt es Ernst Scherz, das notwendige Kapital aufzubringen, um die Aktien zurückzukaufen. In den folgenden Jahren zahlt er alle Investoren aus, um die Aktien vollständig zu übernehmen.

1954
Nach einem Umbau wird der Festsaal in Chez Maxim’s umbenannt. In der ersten Hälfte der 1950er-Jahre stehen zahlreiche Investitionen an: Die Hotelhalle, das Entree, die Bar und der Grill Room werden neu gestaltet.

1956
Henri Jolidon wird als Küchenchef engagiert. Zusammen mit Otto Schlegel, der bereits seit der Wintersaison 1947/48 Küchenchef ist, sorgt er für eine bedeutende Qualitätssteigerung der Gastronomie.

1957
In der Mauritius-Kirche in Saanen beginnt am 4. August 1957 das erste Menuhin Festival. Es nimmt die Tradition der Musiksommer-Konzerte wieder auf, die von 1942 bis 1947 im Palace durchgeführt wurden, aus finanziellen Gründen aber aufgegeben werden mussten.

1964
Galadiners mit internationalen Stars sind die Höhepunkte der Wintersaisons in den 1960er-Jahren. Am 15. Februar 1964 tritt Marlene Dietrich auf. Einer der glanzvollsten Anlässe in der Geschichte des Palace, hält der Jahresbericht fest. Die Liste der Stargäste ist lang: Sie reicht von Louis Armstrong, Benny Goodman und Ella Fitzgerald über Maurice Chevalier und Gilbert Bécaud bis Dionne Warwick und Petula Clark.

1968
Ernst Andrea Scherz beginnt 1968 seine Tätigkeit im Hotel und übernimmt 1969 die Direktion von seinem Vater.

1969/70
Das Hallenbad mit Aussenanlage, Sauna und Health Center – so die zeit-genössische Bezeichnung – wird gebaut. Im gleichen Gebäudeteil wird auch ein Nightclub geplant, der die Stellung des Palace als Zentrum aller Geschehnisse von Gstaad festigen soll, wie es im Konzept heisst.

1971
Der Nightclub GreenGo wird am 22. Januar 1971 eröffnet. Die ursprüngliche Ausstattung stammt von Teo Jakob und ist auch nach mehreren sanften Renovationen bis heute gleich geblieben.

1974
An einer ausserordentlichen Generalversammlung der Palace-AG wird am 21. Januar 1974 das Aktienkapital umstrukturiert. Im Hinblick auf die Nachfolgeplanung von Ernst Scherz werden Stimmrechtsaktien eingeführt, die den Charakter einer Familien-AG stärken. Ernst Andrea Scherz übernimmt das Präsidium der Allianz The Leading Hotels of the World. Unter seiner Ägide (bis 1989) wächst die Vereinigung führender Luxushotels um zahlreiche Häuser ausserhalb Europas.

1975
Der ehemalige Schutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg wird umgenutzt. Auf den Beginn der Wintersaison 1975/76 eröffnet darin La Fromagerie. Am 12. September 1975 feiert «The Return of the Pink Panther» mit Peter Sellers, der teilweise im Palace gedreht wurde, Europapremiere in Gstaad.

1977
Die langjährigen Küchenchefs Henri Jolidon und Otto Schlegel gehen 1977 in den Ruhestand. Die Nachfolge tritt wiederum ein Duo an: Peter Wyss und Hugo Weibel.

1979
Als legere Alternative zum Le Grill öffnet Ende 1979 das Restaurant Le sans cravate. Hier gilt erstmals kein strikter Dresscode mehr. Im gleichen Jahr wird das Hallenbad renoviert und enger mit dem GreenGo verbunden, sodass Poolpartys möglich sind.

1979/80
Die Résidence mit 21Wohnungen wird zu Beginn der Wintersaison 1979/80 bezogen. Der Neubau hat eine mehr als zehnjährige Planungszeit hinter sich. Das erste Projekt von 1969 musste als Folge der dringlichen Bundesbeschlüsse zur Konjunkturdämpfung von 1972 beerdigt werden. In redimensionierter Form gelingt die Verwirklichung ab 1976.

1986
In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre werden zahlreiche Erneuerungen umgesetzt, die 1986 mit der Erweiterung der Grande Terrasse und dem neuen Tagungsraum Salle Piero beginnen. 

1969/70
Das Hallenbad mit Aussenanlage, Sauna und Health Center – so die zeit-genössische Bezeichnung – wird gebaut. Im gleichen Gebäudeteil wird auch ein Nightclub geplant, der die Stellung des Palace als Zentrum aller Geschehnisse von Gstaad festigen soll, wie es im Konzept heisst.

1971
Der Nightclub GreenGo wird am 22. Januar 1971 eröffnet. Die ursprüngliche Ausstattung stammt von Teo Jakob und ist auch nach mehreren sanften Renovationen bis heute gleich geblieben.

1974
An einer ausserordentlichen Generalversammlung der Palace-AG wird am 21. Januar 1974 das Aktienkapital umstrukturiert. Im Hinblick auf die Nachfolgeplanung von Ernst Scherz werden Stimmrechtsaktien eingeführt, die den Charakter einer Familien-AG stärken. Ernst Andrea Scherz übernimmt das Präsidium der Allianz The Leading Hotels of the World. Unter seiner Ägide (bis 1989) wächst die Vereinigung führender Luxushotels um zahlreiche Häuser ausserhalb Europas.

1975
Der ehemalige Schutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg wird umgenutzt. Auf den Beginn der Wintersaison 1975/76 eröffnet darin La Fromagerie. Am 12. September 1975 feiert «The Return of the Pink Panther» mit Peter Sellers, der teilweise im Palace gedreht wurde, Europapremiere in Gstaad.

1977
Die langjährigen Küchenchefs Henri Jolidon und Otto Schlegel gehen 1977 in den Ruhestand. Die Nachfolge tritt wiederum ein Duo an: Peter Wyss und Hugo Weibel.

1979
Als legere Alternative zum Le Grill öffnet Ende 1979 das Restaurant Le sans cravate. Hier gilt erstmals kein strikter Dresscode mehr. Im gleichen Jahr wird das Hallenbad renoviert und enger mit dem GreenGo verbunden, sodass Poolpartys möglich sind.

1979/80
Die Résidence mit 21Wohnungen wird zu Beginn der Wintersaison 1979/80 bezogen. Der Neubau hat eine mehr als zehnjährige Planungszeit hinter sich. Das erste Projekt von 1969 musste als Folge der dringlichen Bundesbeschlüsse zur Konjunkturdämpfung von 1972 beerdigt werden. In redimensionierter Form gelingt die Verwirklichung ab 1976.

1986
In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre werden zahlreiche Erneuerungen umgesetzt, die 1986 mit der Erweiterung der Grande Terrasse und dem neuen Tagungsraum Salle Piero beginnen.

1990/91
Die Umbauten werden 1990 mit der Neugestaltung der Zufahrt und der Erweiterung der Tiefgarage abgeschlossen. Auf den Beginn der Wintersaison 1991/92 wird der Festsaal Chez Maxim’s renoviert und in Salle Baccarat umbenannt.

1996
In der Sommersaison 1996 nimmt Andrea Scherz die Tätigkeit im Palace auf, zunächst als Chef de Réception. Damit steigt die dritte Generation in den Betrieb ein. Im gleichen Jahr werden Les Chalets du Palace fertig gestellt.

2000
Das erste Gstaad-Symposium ermöglicht informelle Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Margaret Thatcher und Peter Ustinov. Nach dem Ende des Kalten Krieges blicken sie in der Gesprächsreihe – angeregt vom Spectator-Kolumnisten Taki Theodoracopulos – auf das 20. Jahrhundert zurück.

2001
Andrea Scherz wird auf den Jahresbeginn General Manager. Gleichzeitig tritt der langjährige Direktor Hansruedi Schaerer nach 43 Dienstjahren in den Ruhestand. Im Dezember 2000 wird die spektakuläre Penthouse Suite eingerichtet. Im Dezember 2001 folgen die Tower-Suiten. Thierry Scherz ist Mitbegründer der Sommets Musicaux de Gstaad, die seither jährlich die Wintersaison mit Konzerten bereichern.

2003
Aus dem Restaurant Le sans cravate wird Gildo’s, benannt nach dem langjährigen Maitre d’Hôtel Ermenegildo Bocchini (Gildo). Aus der Palace-AG wird 2003 eine Familien-Holding.

2007
Das Spa wird umgestaltet und massiv erweitert. Der neue Wellness-Bereich umfasst 1800 Quadratmeter.

2008
Das Palace wird ans Fernwärmenetz Saanen-Gstaad angeschlossen. Als grösster Abnehmer ist es ein wichtiger Förderer dieses Projekts. Das Hotel und vier umliegende Gebäude werden mit erneuerbarer Energie aus einheimischem Holz beheizt.

2009
Auf der Alp Walig übernimmt das Palace eine Sennhütte. Die 1783 erbaute Unterkunft auf 1700 Metern über Meer wird sanft renoviert und bietet seither den Gästen ein authentisches Bergerlebnis.

2013
Auf dem Bortvorsass pflanzen Gstaader Schulklassen in einem Wald, der vom Orkan Lothar 1999 verwüstet wurde, neue Bäume. Den Anstoss gab Andrea Scherz. Das Palace finanziert zu seinem 100-Jahre-Jubiläum die Aufforstung als nachhaltiges Projekt.

2014
Am 1. Juli scheidet Thierry Scherz in Wien unerwartet aus dem Leben. Er hinterlässt seine Frau Martina und seine achtjährigen Zwillingsmädchen.

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