1911
Beginn der Bauarbeiten des Gstaad Palace
1913
Grosse Eröffnung des ROYAL HOTEL, WINTER & GSTAAD PALACE, GSTAAD. Für damalige Zeiten sehr modern; die 150 Zimmer verfügen über 50 private Badezimmer, im ganzen Gebäude gibt es elektrisches Licht und sogar 6 Telefonkabinen.
1914-1918
Mit dem Ersten Weltkrieg und den geschlossenen Grenzen brechen harte Zeiten mit wenig Gäste an.
1920-1930
Die "Goldenen Zwanziger Jahre" sind auch für das Gstaad Palace gute Jahre, das Hotel ist erfolgreich und wird immer bekannter.
1930
Nach dem Wall Street Crash von 1929 wird auch die Schweiz von der weltweiten Rezession heimgesucht. Die Geschäfte gehen schlecht, Gäste kommen spärlich und sind nicht eben ausgabefreudig.
1936
Zur Sanierung der Finanzen muss das Aktienkapital der Gesellschaft herabgesetzt werden.
1938
Ernst und Silvia Scherz-Bezzola übernehmen die Direktion des Gstaad Palace. Sie waren zuvor Direktor-Ehepaar im Hotel Carlton, St. Moritz.
1939-1945
Zweiter Weltkrieg: wiederum geschlossene Grenzen, die Männer in der Armee, die Nahrung rationiert, wenig Gäste, viele unter ihnen Flüchtlinge in der Schweiz. Frau Scherz muss Gartenbau und Geflügelzucht betreiben und führt das Hotel praktisch alleine, da ihr Gatte in der Schweizer Armee die Grenzen bewacht.
1947
Die Mehrheitsaktionäre der Palace AG sind völlig entmutigt und beschliessen, das Hotel zu verkaufen. Es ist Ernst Scherz nicht möglich, den verlangten Preis innert 24 Stunden zu bezahlen, und so werden die Aktien an einen deutschen Industriellen verkauft. Dieser plant, das Hotel in ein Heim für alte und kranke Fabrikarbeiter umzuwandeln.
Mit Hilfe von vielen Freunden und Bekannten kann Ernst Scherz die Aktien später zurückkaufen. Im Laufe der kommenden Jahre gelingt es ihm, praktisch alle Aktien, die nie eine Dividende gebracht hatten, von den verschiedenen Aktionären aufzukaufen. Das Ehepaar Scherz beginnt, das Hotel mit viel Talent und bescheidenen Mitteln auszubauen. Berühmte Stars, wie Maurice Chevalier, Louis Armstrong und Ella Fitzgerald treten im Gstaad Palace auf. Über all die Jahre wird das Hotel ständig renoviert, Badezimmer werden eingebaut, technische Anlagen modernisiert.
Immer öfter weilen Berühmtheiten im Hotel, viele unter ihnen kaufen sich später Chalets oder Wohnungen in Gstaad.
1968
Nachdem Ernst und Silvia Scherz-Bezzola das Hotel während 30 Jahren geführt haben, möchten sie sich zurückziehen. Sie rufen ihren Sohn Ernst Andrea und seine Frau Shiwa nach Hause, um die Nachfolge anzutreten.
Ernst A. Scherz absolvierte die typische Schweizer Hotelkarriere mit Hotelfachschule Lausanne und Praktika in Küche, Service und Réception in europäischen Top-Hotels, ein kurzer Besuch in Cornell Universität und nochmals ein Praktikum bei der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit, sowie bei den Mövenpick Unternehmungen.
Bevor Ernst A. Scherz nach Gstaad zurückkehrte, war er für Agha Khan an der Costa Smeralda, Sardinien, tätig, wo er sich um vier Hotels kümmerte.
1970
Wichtige Neubauten im Gstaad Palace: Ein prächtiges Hallenbad mit künstlichem Sonnenlicht und Unterwassermusik, der Nachtclub "GreenGo" sowie ein Fitness-Center mit Saunas und Massageräumen werden eröffnet. Renovationen und Erneuerungen bleiben eine ständige Aufgabe: Die öffentlichen Räume, Gästezimmer und Restaurants wurden durchwegs modernisiert und im passenden rustikal-gemütlichen Stil eingerichtet.
1979
Eröffnung der mit dem Hotel direkt verbundenen "Palace Résidence", mit über 20 Deluxe-Eigentumswohnungen. Die Wohnungen werden vom Hotel bedient und z.T. für die Eigentümer untervermietet.
1980
Bau des kleinen Chalet "Shiwa", bestimmt zur Vermietung.
1983
Eröffnung eines neuen Personalwohnhauses, "Chalet Marmite", mit 50 Zimmern, alle mit Privatbad, Telefon und Farbfernseher, sowie einer Personalküche mit dem wohl modernsten Personalrestaurant, dieser Zeit, weit herum.
1986
Eröffnung der "Grande Terrasse", mit der grössten elektrischen Sonnenstore der Schweiz, sowie eines neuen Tagungsraumes "Salle Piero".
1989
Bau eines weiteren grossen Personalhauses für die Region, "Chalet Vapeur". Das Palace besitzt einen Hausanteil mit 15 Wohnungen.
1990-1991
Restrukturierung der Eingangsseite des Hotels: zweistöckige Tiefgarage mit 80 Parkplätzen, eine neue, elegante Hotelvorfahrt, Vergrösserung und Modernisierung der Hotelküchen, ein neuer Skiraum mit anschliessendem Sportgeschäft, eine zusätzliche Boutique und ein neuer zentralisierter Room-Service über der Küche, durch einen zusätzlichen Warenlift mit allen Stockwerken verbunden. Reorganisation von Warenanlieferung und Lagerräumlichkeiten.
1991
Eröffnung des neuen Festsaals "Salle Baccarat" für 250 Personen (Bankett) oder 350 Personen (Konferenz).
1993
Nach langem Kampf erliegt Shiwa Scherz einem Krebsleiden. Sie war sehr geschätzt und massgeblich am Erfolg des Unternehmens beteiligt. Nebst ihrem Mann hinterlässt sie zwei erwachsene Söhne Andrea und Thierry.
1994
Ernst A. Scherz heiratet die Peruanerin Rosa "Taty" Vasquez. Im 1996 kommt ein neuer Scherz zur Welt, Christopher Julian.
1995-1996
Bau einer zweiten Residence "LES CHALETS DU PALACE" am Westhang unter dem Hotel. Ein neuer Gebäudekomplex direkt verbunden mit dem Hotel, mit 12 luxuriösen Wohnungen; der grösste Teil davon wurde verkauft, einige werden vermietet. Die Bewohner dieser Wohnungen geniessen alle Rechte wie Hotelgäste und können sämtliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
1996
Andrea Scherz, nach der Hotelfachschule in Lausanne sowie diversen Praktika und Stellen im In- und Ausland nimmt die Arbeit im elterlichen Betrieb als Chef de Reception auf.
1997
Andrea Scherz und Laura Antoniades heiraten und Laura tritt dem Management des Gstaad Palaces bei.
1999
Ernst A. Scherz trennt sich von seiner Frau «Taty». Andrea und Laura Scherz sind stolze Eltern eines Jungen Alexandre.
2000
Bau und Inbetriebnahme der spektakulären PENTHOUSE SUITE auf dem Dach des Hotels
(3 Schlafzimmer, Salon, Kitchenette, Panoramaterrasse mit Jacuzzy, Turm-Sauna). Direktor Hansruedi Schaerer, tritt nach 43 Dienstjahren im Palace in den Ruhestand.
2001
Am 1. Januar wird Andrea Scherz zum Direktor ernannt; im Frühling wird er zum 2. Mal Vater: Sabrina.
Thierry Scherz promoviert als Lic. in Rechtswissenschaften. Er wird auch Verantwortlicher für die „Sommets Musicaux de Gstaad“, das neue Festival der klassischen Musik, welches Ende Winter stattfindet. In 2002 wird er Mitglied des Verwaltungsrates der Palace Gesellschaft.
Die Penthouse Suite war von Anfang an sehr erfolgreich, sodass gleich noch zwei „Tower Suites“ gebaut wurden in ähnlichem Stil und Luxus.
Das populäre Restaurant “La Fromagerie” wird vergrössert und mit einer neuen Küche ausgestattet.
2003
Die 45-Jahre alte Bar, der „Grill Room“ und auch das Restaurant „Sans-Cravatte“, sind erfolgreich zu einem Gastronomie-Zentrum des Hotels umgewandelt worden. Bei offenem Feuer, werden im „Grill-Rôtisserie“, herrliche Gerichte vom Chef persönlich zubereitet. Geniessen Sie die einmalige Atmosphäre im „Bar-du-Grill“, wo trinken und essen ein Erlebnis der besonderen Art ist, begleitet von einer Life-Musik, welche zum Tanzen einlädt. „Gildo’s“, das Restaurant welches nach unserem ersten Maître d’Hôtel genannt wurde, ist berühmt für seine italienischen Spezialitäten.
Seit das Hotel im Besitz der Familie Scherz ist, wurden zusätzlich zu den normalen Unterhalts- und Renovationsarbeiten ca. 70 Millionen Schweizer Franken für Neu- und Umbauten investiert.
2005
Thierry Scherz und Martina Böhnisch heiraten im November.
2006
Martina und Thierry Scherz sind stolze Eltern der Zwillingstöchter Emilie und Maxine, geboren am 12. Juni.
2007
Nach einer Bauphase von 15 Monaten wird das exstierten Spa auf 1.800 qm erweitert. Es besitzt ein authentisches und luxeriöses Dekor, atemberaubende Ausblicke und alle
Einrichtungen die man von einem aussergewöhnlichen Spa erwarten kann.
Im gleichen Bauabschnitt wird unter dem Tennisplatz, eine zusätzliche Tiefgarage mit 54 Parkplätzen, für das Hotelpersonal errichtet.
Seit das Gstaad Palace im Besitz der Familie Scherz ist, wurde ca. 90 Millionen Schweizer Franken in Erneuerungen, Vergrösserungen und Unterhalt investiert.
